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Montag, 29. Mai 2017

Bioplastik aus Holz - Vorstellung von Arboform

Kunststoff ist ein Material, welches nahezu überall bei uns zu finden ist. Fast ein Zehntel der gesamten Ölmasse geht in die Produktion von Kunststoffen, welche alle Teile des menschlichen Lebens betreffen. Flaschen, Spielzeuge, Küchengeräte, alles wird aus Kunststoff hergestellt.  Doch wie kann man Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen?

Bäume als Lieferanten von Bioplastik

Bäume können zu Bioplastik verarbeitet werden. Man benutzt einfach den Stoff aus dem Holz, das Lignin, welches man nutzen kann ohne einen extra Baum zu fällen . Holz enthält einen Rohstoff in sich, das sogenannte Lignin, welches in Pulverform erhitzt und gepresst wird. Zerkleinert und abgekühlt ergibt sich ein ähnlichen Granulat wie das konventionelle Plastik.

Der Stoff Lignin

Der Begriff Lignin stammt aus dem Lateinischen, von LIGNUM für Holz und bezeichnet feste Biopolymere, die eine Lignifizierung, also Verholzung von Pflanzenzellen bewirken. Lignine sind Elmente, die die Pflanzen stabil und fest werden lassen und somit außerhalb des Wassers nötig sind um größere pflanzliche Gebilde hervor zu bringen. Ohne Lignin würden diese einfach in sich zusammen fallen.

Der Hauptinhaltsstoff des Holzes gehört zu den mengenmäßig am häufigsten vorkommenden Naturstoffen. Nur Cellulose ist in größeren Mengen vertreten und auch das Chitin ist in ähnlich großer Masse in der Natur erhältlich.  Die Evolution der Pflanzen auf dem Land ist eng verbunden mit der Bildung von Lignin, sodass man sagen kann, dass dieser Stoff weitaus bedeutsamer ist, als nur für die Herstellung von Kunststoffen.

Es wirkt als Stützbaustoff von verholzten Pflanzenteilen, und wird in den Zellwänden eingelagert. Der Gehalt von Lignin in der Zellwand führt dazu, dass diese verholzt. Etwa ein Dritel der Trockenmasse von verholzten Pflanzen besteht aus den verschiedensten Ligninen. Hier erfüllt es neben der Stabilsiatiion der Pflanze noch weitere Funktionen, es  wird in diesen Wänden zum Schutz vor Fraßfeinden eingelagert. Der mechanische Fraßschutz durch das Lignin hindert Feinde daran die Pflanze zu zerkaufen und ist somit auch ein effektives Element der pflanzlichen Abwehr.


Einsatz von Holzplastik

Das Frauenhofer-Institut für Chemische Technologie ICT hat einen Bio Kunststoff mit dem Namen Arboform hervorgebracht. Dieser Begriff leitet sich vom Lateinischen Arbor für Baum ab. Wer einen beliebig formbaren Stoff braucht, der kann sich mit diesem sehr widerstandsfähigen Material eindecken. Es ist komplett wie Plastik nutzbar, jedoch komplett ohne einen Tropfen Eröl hergestellt.

Bereits heute wird der Stoff für Spielzeug genutzt. So produzierte Schleich, der große Spielwarenhersteller schon die ersten Figuren aus diesem Stoff. Diese bestanden auch alle wichtigen Sicherheitsüberprüfungen und konnten so auch von Kindern in den Mund genommen werden. Sie saugten sich selbst dann nicht voll, wenn sie mit Wasser über einen längeren Zeitraum in Kontakt kamen. Holz Plastik wird schon in der Automobilindustrie eingesetzt und kann künftig den gesamten Bedarf decken.

Kunststoff aus Biomaterialen steigt jährlich um fünfzig Prozent. Leider sind bisher nur 1 Prozent des weltweiten Marktes aus diesen biologischen Materialien, jedoch kann sich dies komplett ändern.

Tecnarco

Die Firma ist in der Nähe von Heilbronn ansässig und gilt als der einzige Arboform Hersteller. Dieser ist führend im Bereich der Bio Plastik Produktion und forscht an weiteren Varianten des Materials. So versucht man auch weichere Stoffe zu erstellen. Tecnaro  existiert seit über zehn Jahren und wurde von ehemaligen ICT Angehörigen ins Leben gegründet. Die Firma hat noch immer einen engen Bezug zu den Forschern, die den Stoff Arboform erforschen.

Künftige technische Entwicklungen wie der 3 D Druck und andere Neuerungen könnten die Gelegenheit für den Baumplastik Hersteller sein, um weite Teile des konventionellen Marktes zu erobern.

Quellen

  • http://www.n-tv.de/wissen/Kunststoff-aus-fluessigem-Holz-article62142.html
  • http://tecnaro.de/anwendungen.html
  • http://tecnaro.de
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Lignin
  • http://www.spektrum.de/lexikon/biologie/lignin/39320
  • http://www.pflanzenforschung.de/index.php?cID=8114
  • http://www.galileo.tv/video/gehts-auch-ohne-erdoel/

Montag, 13. März 2017

10 Tipps für Zero Waste - ein Trend der hilft Ölreserven zu schonen

Ich kaufe ein, so wie wir alle eben einkaufen müssen. Brot, die üblichen Dinge wie Obst und Gemüse und das was man eben so kauft. Erst auf dem zweiten Blick fiel mir auf, dass die Dinge ja alle mega viel verpackt sind. Die Gedanken kamen mir dadurch, dass die Zero Waste Bewegung immer mehr und mehr Anhänger finden.

Im Rahmen meiner Recherchen habe ich mir verschiedene Seiten angesehen. Was ist hier praktizierbar und was nicht, wo liegen die Grenzen der für mich erträglichen Aufwendungen, welche für so ein Unterfangen nötig wären. Aus der Flut der Tipps habe ich mal die Tipps heraus gesucht, die ich praktizieren werde, um meinen kleinen Beitrag zu leisten.

Mit Beutel einkaufen

Statt Plastiktüten nehme ich immer Stoffbeutel mit. Eigentlich sollte das schon für jeden klar sein und jeder sollte das so machen, doch das scheint noch nicht jeder Mensch so für sich verinnerlicht zu haben, darum hier noch mal die Botschaft NEHMT Beutel mit Spart Plastik, schont ERDÖLreserven und Umwelt

Obst und Gemüse 

Obst und Gemüse kaufe ich vom Markt oder überlege es durch die Kisten liefern zu lassen. Dann sind die nicht verpackt und man spart schon mal irre viel Plastik ein

Saisonal und regional

Wer diese beiden Punkte berücksichtigt, der ist schon auf einem sehr guten Weg in Richtung Plastikfreiheit und Erdöl einsparen . Denn diese Produkte haben  keine ellenlangen Transportwege hinter sich oder mussten im Treibhaus gezogen werden, sondern kommen direkt aus der Umgebung und aus der Natur

Weniger ist mehr - Kleidung nicht zum Wegwerfen kaufen 

Vor allem in Sachen Minimalismus gibt es ja einen intensive Bewegung. Doch was man dabei nicht vergessen sollte. Man sollte nicht einfach nur Sachen weg tun, um sich zu befreien, denn weitaus wichtiger und besser ist es die vorhandenen Sachen, die schon einmal aufwendig produziert wurden, auch zu nutzen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass man keine Kleidung kauft, um diese einen Sommer lang zu tragen und dann weg zu werfen. Besser ist es, wenn man investiert und sich wenige schöne Kleidungsstücke kauft, zB aus Hanf oder anderen schnell wachsenden Rohstoffen und diese lange verwendet.

Glasflaschen 

Mein Mineralwasser wird nun nur noch in Glasflaschen gekauft. Diese kann ich im Winter, bei Frost, dann leider nicht mehr auf der Terasse lagern, aber was solls, dafür vermeide ich Müll und ich spare mir diese ganzen angeblich vorhandenen Giftstoffe in den PET Flaschen. Die Mineralwasserflaschen aus Glas sind auch noch ganz hübsch und ich mag es sie halt Hanteln für mein Training zu verwenden ( sieben Wochen ohne und so )

Konsequent alle Vorräte aufbrauchen

Das wird jetzt sicher echt eine Herausforderung für mich. Doch man muss nicht die 300ste Shampooflasche kaufen oder das 20. Duschgel, wenn man noch etliche davon stehen hat. Es geht wei bei der Kleidung auch darum, dass man das was man schon hat erstmal sinnvoll nutzt.

Aleppo Seife

Für Haut und Haar auf jeden Fall ein echter Schnapper. Sie erledigt alle Aufgaben von Haut und Haarpflege spielend und nachhaltig gut. Leider bin ich ja in Sachen Hautpflege nun auf dem korean Tripp, und ich muss sagen, dass sich mein Hautbild auch schon verbessert hat. Dies hält mich aber nicht davon ab, dass ich versuche viele Dinge durch eine Seife zu ersetzten, diese Aleppo Seife statt Duschgel einsetze und mich dann auch in die Haarwäsche damit traue.

 Gebrauchsutensilien vs. Verbrauchutensilien

Anstatt Wattepads zu verwenden kann man sich aus alten Kleidungssstücken ( Unterhemden ) kreisrunde Kosmetikpads raus schneiden: diese sind meist aus Baumwolle und hinterlassen kein raues Hautgefühl, dafür sind sie wieder verwertbar und man kann sie auskochen. Selbiges gilt für Putzutensilien.

Nachwachsend statt Plastik

Statt Mikrofaser oder ähnlichem, was alles aus Plastik entstanden ist, sollte man auf nachwachsende Stoffe setzten. Diese bekommt man in Form von Luffa Schwämmen, die man im Meer einfach nach züchten kann.

Gebraucht statt  neu

Wer alles neu kauft, der verursacht das immer neue Anfordern von Ressourcen. Statt neuer Kleidung, neuer Technik und so weiter kann es hilfreich sein auf gebrauchte Dinge zurück zu greifen. Hier ist schon einmal das Plastik hergestellt worden, die Energie ist schon einmal aufgewendet worden und man kann auf vorhande Mittel zurück greifen