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Montag, 16. Oktober 2017

Schwedens Weg weg von der Erdöl

Wir sind ja alle vom Erdöl abhängig, wie die Dokumentation in Form dieses Blogs ja zeigt. Und doch gibt es Länder, die ganz gezielt und mit viel Einsatz versuchen die Unabhängigkeit vom Erdöl auch mit politischen Mitteln voran  zu treiben. Schweden geht da mit gutem Bespiel voran und zeigt welche Wege und Mittel es geben kann ein ganzes Land frei von Abhängigkeit zu bekommen.

2020

Das Ziel der Schweden ist sehr klar, sie haben sich vorgenommen bis zum Jahr 2020 die Unabhängigkeit vom Erdöl erreicht zu haben. Dieses  Ziel erscheint und Deutschen ehrgeizig bis irrwitzig, schließlich macht man sich ja klar was hierzulande alles vom schwarzen Gold abhängig ist. Und doch schaffen es die Schweden mit alternativen Mitteln alle Annehmlichkeiten zu haben auf die wir hier auch nicht gerne verzichten würden. So muss in Schweden niemand auf Mobilität verzichten oder auf eine warme Stube im Winter.

Mobilität

Schweden ist ein Staat mit sehr vielen Flächen und langen Entfernungen. Dort verbraucht man über die Hälfte des Öls allein für die Autos und ein Ausweichen auf öffentliche Verkehrsmittel ist auf Grund der unzähligen weniger dicht besiedelten Gebiete auch nicht wirklich wirtschaftlich möglich. So mussten sich die Schweden eine Lösung für den Verkehr ausdenken und fanden sie in Form eines alternativen Treibstoffes.

Ethanol

Statt auf konventionelles Benzin verwendet man Ethanol. Dieser Treibstoff funktioniert mit nachwachsenden Rohstoffen und hat auch weitere Vorteile für die Umwelt. Saab besetzt die Hälfte der neu produzierten Fahrzeuge inzwischen mit diesem Treibstoff, so dass man an den 650 sich beteiligten Tankstellen in Schweden ( immerhin ein Viertel ) auf diese Alternative zurück greifen kann.

Auch hier drohen Engpässe

Zum Einen bleibt das Problem bis 2020 alle Fahrzeuge auf den Betrieb mit Ethanol um zu rüsten, zum anderen entsteht dann aber ein ganz anderes Problem. Durch den steigenden Bedarf an Ethanol können sich auch hier starke Engpässe ergeben. Die Folgen sind schlimm und hier drohen dann stark steigende Preise im Ethanol Bereich.

Import

Die Lösung für die aufkommende Knappheit an Ethanol liegt dann in einem Import von Ethanol, was dann wieder andere Probleme aufwirft. So kann es sein, dass man dann Ethanol aus Brasilien importiert oder anderen Schwellenländern bzw. Dritte Welt Ländern. Hier wird dann statt Nahrung Zuckerrohr für die Ethanol Produktion hergestellt. Dies gefährdet dann wieder die Versorgung der Bevölkerung.

Wie man sieht kann man die Problematik der alternativen Treibstoffe gar nicht einfach so betrachten, dass man das Eine durch das Andere ersetzt. Wer den Weg zu dem einen Produkt einschlägt der erzeugt neue Probleme, welche auch gelöst werden müssen und man muss weiter forschen und nachdenken, um wirklich alle Probleme zu lösen, die sich so ergeben.

Quelle

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energieversorgung-wie-schweden-frei-vom-oel-werden-will-a-507887.html
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Montag, 9. Oktober 2017

Styropor als Wärmedämmung- Erhöhte Brandgefahr?

Heute soll es einmal um ein Produkt der Wärmedämmung gehen, welches ebenfalls ein Erdöl Produkt ist. Die Rede ist von Styropor, dem Produkt, welches sehr häufig für die Dämmung von Häusern eingesetzt wird, zumeist zum Dämmen der Fassade. Dieser Stoff ist zwar sehr günstig, doch wenn man ihn einer intensiven Prüfung unterzieht stellt man schnell fest, dass er noch brennbar ist.

Durch die Brandkatastrophe in London wurden immer mehr Leute darauf aufmerksam, dass eine Fassandendämmung mit Styropor durchaus Probleme erzeugen kann. Der Baustoff ist zwar sehr günstig, bietet im Brandfall jedoch keine Chance der Feuereindämmung, sondern kann den Brand noch verschlimmern.

Polystyrol ist eines der häufigsten Materialien und wird auch noch in Neubauten dazu verwendet um die Fassade ab zu dämmen. Wie wichtig eine gute Wärmedämmung ist, dürfte jedem Hausbesitzer spätestens bei der Heizkostenabrechnung klar werden. Doch die Brandgefahr, welche noch nicht abschließend geklärt ist, verunsichert viele Verbraucher und Hausbesitzer. Dabei gilt es zu bedenken, dass die Polystyrol Platten vor dem Anbringen am Haus noch mit Feuerfestigkeitsmitteln behandelt werden. Man müsste sich also eigentlich sicher sein dürften, dass die Wärmedämmung einer möglichen Hitzeeinwirkung durch Feuer stand hält. Schließlich sind die Vorschriften hier auch sehr streng.

Brandriegel können hier auch Abhilfe schaffen, denn man kann alle 2 Stockwerke einen Brandschutz verbauen, so dass sich ein Feuer nicht ausbreiten könnte. Ob man mit Brandriegeln arbeiten will oder es bevorzugt auf Alternativen zurück zu greifen, das liegt dann im Ermessen jedes Hausbauers selbst.

Es gibt aber auch Alternativen, die aus mineralischen Stoffen bestehen. Steinwolle wäre hier ein Beispiel. Man kann auch auf Naturfasern zurückgreifen: Holz und Schilfprodukte setzt man ebenfalls oft ein, um das Haus zu dämmen. Eine mineralische Dämmung hat auch hinsichtlich des Brandhschutzes viele Vorteile, darüber hinaus hat man dann aber auch noch einen eingebauten Schallschutz. Vorteilhaft, gerade falls das Haus in einem lebhaftem Wohngebiet oder an einer Straße gelegen sein sollte. Dabei muss man dann aber leider tiefer in die Tasche greifen, denn das Haus mit Mineralwolle zu dämmen ist um ein Vielfaches teurer, als die Dämmung mit dem Styropor.

https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Gibt-es-Alternativen-zur-Polystyroldaemmung,waermedaemmung199.html
http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Waermedaemmung-mit-Brandgefahr-Experten-raten-zu-Verzicht-auf-Styropor;art675,2701806
https://www.bauen.de/a/alternativen-zum-waermedaemmverbundsystem.html http://www.deutschlandfunk.de/waermedaemmung-brandgefahr-durch-styropor.697.de.html?dram:article_id=390478
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Montag, 2. Oktober 2017

Erdöl in Lebenmitteln

Während man herzhaft in sein Essen beißt denken wohl die wenigsten Verbraucher daran, dass sie jetzt im unmittelbaren Zusammenhang mit den Erdöl Vorkommen auf der Welt stehen. In Lebensmitteln stecken nämlich durchaus auch Erdöl Produkte, nicht nur in den Verpackungen. Den einen oder anderen Verbraucher mag dies erstaunen, doch ist das gar nicht so verwunderlich, wenn man sich klar macht, dass die meisten Lebensmitteln mit Chemie gespickt werden, um den Geschmack oder die Haltbarkeit zu verbessern. Wo man Erdöl im Essen findet, welche Alternativen es gibt und worauf man achten sollte, das erkläre ich in diesem Beitrag.

Vanille Ersatz

Wer sich Lebensmittel kauft, in denen man Vanille Aromen vorfindet, der sollte sich vor den künstlichen Produkten in Acht nehmen. Die Vanille Zucker oder Vanille Pudding Produkte werden mit künstlicher Vanille, dem sogenannten Vanillin hergestellt und dieses ist ein Produkt in dem Erdöl steckt. Vanillin wird aus Erdölderivaten herstellt, erstaunlich aber wahr. In vielen Lebensmitteln ist dieser Aromastoff enthalten, nicht nur in Vanille Eis, sondern auch als Verfeinerung von Keksen oder Kuchen, Flocken und Eis.

Wer also vor Erdöl in seinem Essen sicher sein will, der sollte auf Vanillin verzichten. Es ist dann aber auch möglich zu der Bio Variante zu greifen, denn hier ist kein Erdöl drin enthalten gemäß der Ökoverordnung.

Haltbarkeit durch Erdöl

Auch Konservierungsstoffe werden aus Erdöl generiert, zum Beispiel Antioxidatien. Diese werden chemisch hergestellt und sind aus Erdöl Produkten gefertigt.  Eines dieser Antioxidantien ist der Stoff BHT welchen man auch in Flugzeugbenzin findet. Man kann aber auch mit Hilfe natürlicher Verfahren große Haltbarkeiten erzielen. Schon unsere Vorfahren haben Lebensmittel getrocknet oder gesalzen, um diese länger haltbar zu machen und vor dem Verderben zu schützen. Wir können auch gefrostete Lebensmittel verwenden oder mit Hilfe von Rosmanin Extrakten konservieren. Dieses Verfahren wird zur Zeit im Frauenhofer Institut getestet.


Saisonal, regional und unverarbeitet

Wer sich sicher sein möchte kein Erdöl in seinem Essen zu finden, dem ist zu raten die Lebensmittel aus der Region zu kaufen. Denn das Öl wird ja nicht nur IN den Lebensmitteln an sich verarbeitet, sondern durch Tranport und Verpackungen auch aufgewendet. Wer kann sollte auch in unverpackt Läden gehen, denn hier kann man alles ohne unnötige Verpackung erwerben. Außerdem kann es hilfreich sein auf Bio Lebensmittel zu achten. Wer ganz sicher sein will sollte zu Lebensmitteln greifen die frisch und unkonserviert sind oder auf alt hergebrachte Weise haltbar gemacht wurden. Also entweder getrocknet wurden oder anders haltbar gemacht wurden.

Wer sich auf unverarbeitete Lebensmittel ohne Zusätze und mit möglichst natürlichem Ursprung einschießt, der kann da sicher sein wenig Erdöl in seiner Nahrung zu haben.

Quellen

  1. http://www.focus.de/gesundheit/videos/schildlaeuse-erdoel-menschenhaar-diese-ekelerregenden-zusatzstoffe-lauern-in-unseren-lebensmitteln_id_4510572.html
  2. https://www.horizonworld.de/guten-appetit-mit-tierknochen-und-erdoel-im-essen/
  3. https://utopia.de/galerien/9-versteckte-stoffe-im-essen/#4
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Montag, 25. September 2017

Alternativer Treibstoff Ethanol

Benzin macht uns mobil. Diese oder ähnliche Fakten könnten bald der Vergangenheit angehören. Schließlich gibt es schon gute Alternativen, welche jedoch noch nicht flächendeckend angewendet werden. Eine dieser alternativen Antriebsformen für Fahrzeuge ist der Treibstoff Ethanol.

Schweden macht es vor

In Schweden verarbeitet man die Reste aus der Holzindustrie zu Treibstoff. Die Nordmänner haben es sich zum Ziel gesetzt bis 2020 frei von Abhängigkeit vom Erdöl zu werden. Die Mobilität ohne Erdöl ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung, denn ganze 25 Prozent des schwedischen Erdölbedarfs landen in Autos und Verkehr. Hier hat man schon ein Viertel aller Tankstellen, immerhin 600 an der Zahl so ausgerüstet, dass Ethanol hier getankt werden kann.

Herstellung

Man gewinnt Bioethanol, indem man Enzyme oder Hefepilze für die Vergährung zu Alkohol nutzt. Hierbei werden Pflanzen und Pflanzenteile mit diesem Verfahren vergoren, so dass die in den Pflanzen enthaltene Stärke oder die in den Pflanzen beinhalteten Kohlehydrate zu Alkohol werden. Dieses Verfahren ist gut erforscht und wird auch bereits seit längerer Zeit angewendet. Man strebt dabei an, dass man jene Biomasse für die Herstellung von Ethanol verwendet, die Reste oder Abfall darstellen, denn so hat man zwei Vorteile auf einen Schlag. Sehr günstigen und erdölfreien Kraftstoff und dazu noch die sinnvolle Verwertung ohnehin anfallender Abfälle aus Landwirtschaft oder Forstwirtschaft.

Die Herstellung erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst werden die Pflanzen mit Hilfe von Enzymen verkleinert, wenn sie noch Zellulose in größeren Mengen enthalten oder sehr stärkehaltig sind. Im nächsten Schritt werden Hefen und Bakterien hinzu gegeben, um die Masse zu fermentieren. Anschließend folgt die Destillation, die Rektifikation und Kondensation, sowie die Entwässerung des Alkohols und schon kann man aus Mais oder Baumrinde Mobilität gewinnen.

Henry Ford

Eigentlich ist es schon seit Ewigkeiten bekannt, dass dieser Treibstoff einfach einzusetzen ist. Henry Ford betrieb sein Fahrzeug eigentlich mit Ethanol, stellte dies jedoch auf Grund von Druck durch die Industrie dann auf den Betrieb mit fossilen Brennstoffen um. Blickt man darauf zurück stellt man fest, dass dies eigentlich ein schlimmer Fehler war und nur auf Profitstreben hinaus lief.

Probleme bei einem vollständigen Umstieg

Es gibt Menschen die meinen, dass die Probleme einfach gelöst seien, wenn man einen Umstieg auf eine alternative Antreibsform schafft. Doch genau hier lauert eine Falle. Ist man mit der Lösung des einen Problems, der Abhängigkeit vom Erdöl, fertig, so taucht das nächste Problem auf. Die Wirtschaft produziert gar nicht genug Ethanol um das weltweite Nachfrageaufkommen befriedigen zu können. Der Stoff wird ja aus nachwachsenden Rohstoffen produziert, jedoch lauert hier die Gefahr, dass man den Anbau von Lebensmitteln reduziert, um den Bedarf an Treibstoff zu decken. Und natürlich um mehr zu verdienen. Hier wären dann vor allem Länder in der dritten Welt betroffen, die dann in Hunger und Not gestürzt werden. Es müssen also global sinnvolle und logische Lösungen her.

Quellen
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https://www.bdbe.de/bioethanol/verfahren
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energieversorgung-wie-schweden-frei-vom-oel-werden-will-a-507887.html

Montag, 18. September 2017

Transport und Lagerung von Eröl

Erdöl wird in großen Mengen gefördert und muss auch weite Strecken transportiert werden. Zum Teil wird die Förderung auch Off Shore vorgenommen, sie findet auf dem Meer statt. Da diese Mengen an Rohöl, die oft auch noch Begleitgase enthalten, erst einmal transportiert werden müssen, kann es hier zu einem hohen logistischen Aufwand und großen Kosten kommen.

Ökonomischer Aufwand

Der Transport von Eröl ist nicht immer ökonomisch. Schließlich muss das Öl über weite Bereiche hinweg transportiert werden, was wiederum viel Geld kostet. So müssen riesige Tanker betrieben werden, um das Öl über das Meer zu transportieren oder man muss aufwendig über Land mit Tankern transporieren. Der Bau von Pipelines ist möglich, aber auch nicht immer kosteneffizient.


Piplines

Der Begriff Pipline steht für die Rohrleitungen, die sich durch die Landschaften ziehen. In Ihnen werden Flüssigkeiten wie Erdöl, aber auch Erdgas und andere Stoffe transportiert. Man kann so Öl über größere Entfernungen hinweg von A nach B transportieren. Zum Teil werden auch Schlamme, Wasser und andere Stoffe über solche Leitungen geschleust. Sie werden oberirdisch oder unterirdisch verlegt, bestehen aus Stahl und haben einen Durchmesser von maximal 2000 mm und werden mit einem bestimmten Druck betrieben. Um die Stoffe über längere Entfernungen hin weg transportieren zu können ist entweder ein gewisser Druck notwendig oder man muss ein Gefälle haben, über das die Pipeline mehrere Kilometer hinweg geführt werden.


Tanker

Zum Transport werden riesige Tanker eingesetzt. Diese Großtanker haben eine Tragfähigkeit von 500 000 Tonnen und mehr.

Tanker Unglücke

Ein Risiko, welches beim Transport von Erdöl über das Meer besteht sind Lecks in den Pipelines oder Unglücke der Tanker. Wenn ein Tanker ein Unglück erleidet werden diese Rückstände mit Hilfe von Tensiden beseitigt. Zusätzlich setzt man für die Beseitigung Kunststoffschaum oder Eisenpulver ein.

Lagerung

Meist findet die Lagerung in großen Tankst mit immensen Speichervermögen statt. Zum Teil werden die Vorräte auch unterirdisch gelagert, die sogenannten Kavernen haben ebenfalls riesige Speichermöglichkeiten. Zur Zeit belaufen sich die weltweiten Reserven auf über 120 Mrd T. dabei gehen die Schätzungen aber sehr stark auseinander.

Quellen

  1. http://poel-tec.com/oel_preise/erdoel_5.php
  2. http://www.spektrum.de/lexikon/chemie/pipeline/7176
  3. http://www.spektrum.de/lexikon/chemie/erdoel/3023

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Montag, 11. September 2017

Dokutipp - Brent Spar - Duell auf hoher See

Heute möchte ich einmal einen Dokumentationstipp loswerden. Die Dokumentation aus dem WDR " Duell auf hoher See" von Florian Huber ist eine sehr gut gemacht Dokumentation, bei der es um die über 50 Tage lang andauernde Auseinandersetzung um die Ölplattform Brand Spar geht.

Die Umweltkämpfer von Greenpeace kämpften da gegen den Shell Konzern, der die Ölplattform damals betrieb. Mitte der 90 Jahre entbrannte der Kampf um das schwimmende Ölfeld. Schell fördert bereits seit den 70er Jahren Öl in der Nordsee. Das Bild dieser Förderungen ist ähnlich technisiert wie die Bilder von der Mondlandung. Shell ist in über 130 Ländern aktiv und das Brant Spar ist das lukrativste Erdöl Feld des Konzerns auf der Nordsee

In den 90 er Jahren wandelte sich das Bewusstsein der Menschen hin zu mehr Umweltbewusstsein. Ein Trend der auch Shell betraf, der Anfang 1995 mit einer großen Image Kampange versuchte das Bild des gesichtslosen Konzern los zu werden und seinen Weg in der neu denkenden Gesellschaft zu finden. Zu diesem Zeitpunkt war Angela Merkel Umweltministerin.

Greenpeace mobilisiert mit seinen spektakulären Aktionen die Bevölkerung. Sie fahren mit Schlauchbooten durch die Nordsee und arbeiten hoch professionell und streng hierachisch. So wird aus den Green Worriern eine gut organisierte Truppe, die hochtechnisiert gegen den Multiölkonzern vorgeht.

Shell plante die Ölplattform von der Größe des Köllner Doms im Meer zu versenken, voll kommen legal. Die Konzernmitarbeiter schickten den Umweltkämpfern sogar alle Untersuchungen und Informationsmaterialien, die es zur Versenkung des Geisterkomplexes brauchte. Die Umweltschützer machen zunächst eine Besichtigung und beschließen die Plattform noch vor ihrer Versenkung im Meer zu besetzen. Greenpeace in Hamburg organisierte binnen weniger Wochen die Gegenaktion, auch gegen den Widerspruch in den eigenen Reihen. Man zweifelte an der medialen Relevanz dieser Aktion.  Die Image Kampange des Konzerns spielte den Greepeace Kampfern dabei in die Hände. Denn hier positionierte sich der Konzern auch als Vermeider von Müll. Greenpeace griff diese Kampange auf und machte medial Mobil.

Ende April machte man sich daran die Ölplattform zu besetzen und die Massage das Öl ist keine Müllkippe mit in die Welt hinaus trug. An Board waren auch Journalsiten, die dann auch medial für Aufmerksamkeit sorgen sollte. Sie gelangen ungehindert und unbemerkt auf die Brant Spar, wo sie zunächst vollkommen unbeachtet die Industrieruine nutzen.

Shell war vollständig überrascht von der Entwicklung und ratlos was nun zu tun ist. Man entschließt sich das nun zunächst vollständig zu ignorieren und informierte nicht einmal die deutsche Schell Filiale, denn diese war gar nicht für die  Plattform in der nördlichen Nordsee zuständig. Indess richten sich die Aktivisten ein und errichten eine Festung. Immer den Angriff von Shell erwartend. Im Mai begann man mit den ersten Berichten. Die schlimmsten Befürchtungen der Aktivisten wurden wahr, denn keiner interessierte sich für die Besetzer, auch die Konzern Inhaber ignorierten den Trubel vollkommen. Nach 2 Wochen kommen dann mal zwei schottischen Polizeibeanten in die Nordseeruine und bringen freundlich ein paar Formulare mit. Die Besetzer werden nun vermehrt unte Druck gesetzt, der Konzern scheint diese Kämpfer vollständig zu ignorieren.


Der Konzern entschließt sich dann  die Ankerketten zu kappen 700 km in den Ostatlantik zu schleppen und dort zu versenken. Doch sie müssen die Aktivisten loswerden. Polizei, Shell Sicherheitsleute und ein Industriekran machen sich auf den Weg. Die Räumung beginnt, indem man einen Metallkorb auf der Nordseeruine mit Menschen absetzt. Siren, Geschrei und Polizei eröffneten aggressiv das darauf folgende Drama, welches in der Geschichte der Umweltaktivsten kein zweites  Beispiel finden sollte. Die Aktivisten ketten sich fest und werden mit Ketten und Bolzenschneider abgeschnitten. Doch die Bilder von der Räumung gehen um die Welt.

Überall auf der Welt kämpften nun Gruppen gegen den Ölkonzern. Die Stimmung in der Bundesrepubilk verändert sich und die Brent Spar wird zu einem Symbol. Die Besetzer werden zu Helden der Umweltschutzbewegung. Die Bevölkerung sprang auf die mediale Aufarbeitung der Umwelt Probleme an.


Wie es weiter geht? Schaut Euch die Doku an. Unglaublich sehenswert. Sogar Frau Merkel war auf der Seite der Umweltschützer.


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Montag, 4. September 2017

Erdöl frei basteln


Wir hatten ja schon darüber gesprochen in welchen Produkten man überall Erdöl findet und welche Folgen es haben kann wenn man sich auch hier vom Erdöl abhängig macht. Ich habe mal meine Bastelkiste auf den Kopf gestellt und festgestellt, das auch hier fast überall Öl drin ist.

Farben

Angefangen mit den Farben, die man ja auch auf Acryl Basis bekommt, handelt es sich hierbei ja um chemische Erzeugnisse bei denen man auch davon ausgehen kann, dass sich Öl Erzeugnisse darin finden. Überraschend für mich ist, dass sich dies dann nicht nur in den Farben findet, sondern auch in vielen weitern Produkten.

Besonders durch die Bindemittel der Farben, die Acrylpolymere werden die Umweltschäden weiter voran getrieben und die Erdöl Vorräte belastet. Doch es gibt auch gute Alternativen. So kann man Farben mit Hilfe von Lebensmittelfarben herstellen. Diese können auch aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden. Rote Bete wäre hier zu nennen. Will man die Farben nicht aufwändig selbst herstellen muss man auf Lösungen aus dem klassischen Handel zurück greifen.

Klebstoffe

Auch in meinem Bastelkleber finde ich Erdöl vor. Dieser ist natürlich in so geringer Menge mit Erdöl durchzogen, dass es sicher nicht riesig ins Gewicht fällt, ob ich diesen nun verwende oder nicht. Und dennoch. Es gibt kostengünstige Alternativen ohne Erdöl. Hierbei wäre zum Beispiel der Mehlkleister zu nennen. Es ist auch möglich einen Kleister mit Speisestärke her zu stellen.

Silkone

Alles aus Silikon ist auch mit Sicherheit durch Erdöl entstanden: Wer sich also mit Silikonformen betätigt oder Silkon Produkte nutzt, um zu basteln, der hat auch ein wenig Erdöl in seinem Bastelschrank. Wer dies nicht möchte, der sollte auf Alternativen zurück greifen oder sich über silikonfreie Alternativen informieren. Gerade bei Förmchen werden diese aber meist mit Plastik oder Silikon Stoffen gemacht und zusätzlich noch mit Weichmachern versehen.

Quellen
https://www.beyer-soehne.de/mineraloele-silikone-schadstoffe-in-kosmetik/
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/a-736239-2.html
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